ISM-ET


Verbesserung der Schwangerschaftsrate durch „Implantation Support Medium Embryo-Transfer“

Diese Methode stellt eine Möglichkeit dar, das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) auf den folgenden Blastozysten-Embryo-Transfer vorzubereiten, indem am zweiten oder dritten Tag nach der Eizell-Punktion eine Vorbereitung der Schleimhaut mit einer Art „Scheintransfer“ durchgeführt wird.

Physiologische Grundlagen:

Im Rahmen einer natürlich entstandenen Schwangerschaft wandert der Embryo vom Eileiter in die Gebärmutterhöhle und nistet sich am fünften Tag nach dem Eisprung im Endometrium ein. Zwischenzeitlich „kommuniziert“ der Embryo über Botenstoffe mit seiner Umgebung, welche die Gebärmutterschleimhaut schon frühzeitig erreichen und diese auf eine mögliche Einnistung vorbereiten.

Durchführung:

Am zweiten oder dritten Tag nach der Eizell-Punktion kommt die Patientin zu einem vereinbarten Termin und es wird schmerzlos – ähnlich einer gynäkologischen Untersuchung - ein Tropfen des Kultur-Mediums mit einem dünnen Katheder in die Gebärmutterhöhle eingebracht.
Im Kulturmedium, in dem die Embryonen heranwachsen, befinden sich gelöste Botenstoffe, die somit – in Nachahmung der Natur – auf diesem Weg das Endometrium auf eine Einnistung vorbereiten.
Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass im Rahmen dieses „Scheintransfers“ der Gynäkologe weitere Informationen - z.B. Größe, Länge und Lage der Gebärmutter - erhält, die zu einem leichteren Embryo-Transfer einige Tage später führen sollen.
Am fünften Tag nach der Eizell-Punktion findet der Embryo-Transfer mit den bis dahin zu Blastozysten entwickelten befruchteten Eizellen statt.

Laut bisherigen Publikationen kann in ausgesuchten Fällen eine Erhöhung der Schwangerschaftsraten um bis zu 20% erzielt werden.